Was sind Fitness-Aggregatoren überhaupt?

Plattformen wie Hansefit, EGym Wellpass oder Sportnavi vermitteln bundesweit Zugang zu Studios und Praxen – meist über betriebliche Gesundheitsbudgets von Arbeitgebern. Ein Nutzer zahlt einen monatlichen Pauschalbetrag an die Plattform und kann damit in vielen angeschlossenen Studios trainieren, ohne dort selbst Mitglied zu sein.

Für Studios und Praxen bedeutet das zusätzliche Laufkundschaft ohne eigenen Vertriebsaufwand – die Plattform bringt die Nutzer, das Studio stellt die Nutzung zur Verfügung und bekommt dafür eine Vergütung von der Plattform.

Das strukturelle Problem: gleicher Aufwand, weniger Bindung

Genau darin liegt aber auch die Krux. Aggregator-Nutzer haben keinen eigenen Vertrag mit dem Studio – sie können jederzeit zu einem anderen angeschlossenen Studio wechseln, ohne etwas zu verlieren. Für das Studio heißt das: derselbe Betreuungsaufwand wie bei einem festen Mitglied, aber ohne die Planungssicherheit und oft ohne die Marge einer echten Mitgliedschaft.

Wenn ein Studio zusätzlich eine echte Trainerstruktur und Betreuung anbietet – nicht nur Geräte zur freien Nutzung –, verschärft sich das Problem: Die Betreuung kostet das Studio genauso viel Zeit und Personal, unabhängig davon, ob der Trainierende ein Direktmitglied oder ein Aggregator-Nutzer ist.

Wie Präventionskurse die Lücke schließen

Der Hebel ist nicht, den Aggregator-Nutzer zu verdrängen, sondern ihm ein zusätzliches, klar wertvolleres Angebot zu machen: ein ZPP-zertifiziertes Präventionspaket, das größtenteils von der Krankenkasse übernommen wird. Dein Aggregator-Nutzer bekommt damit echte Betreuung statt reiner Gerätenutzung – finanziert überwiegend über die Krankenkasse, nicht über eine höhere Rechnung an ihn.

Für Dich als Studio oder Praxis bedeutet das ein Zusatzangebot, das nicht am Preisempfinden des Kunden scheitert, weil der Großteil der Kosten ohnehin gedeckt ist.

Warum das nicht nur mehr Umsatz bringt, sondern auch mehr Bindung

Wer sich für ein Betreuungspaket entscheidet, hat damit erstmals eine echte Beziehung zum Studio – nicht mehr nur zur Plattform. Das verändert das Verhalten: Wer für Betreuung "investiert" hat, nutzt sie auch eher, kommt häufiger und wechselt seltener zu einem anderen angeschlossenen Studio. Aus einem austauschbaren Aggregator-Nutzer wird ein Kunde, der eine eigene Entscheidung für genau dieses Studio getroffen hat.

Konkretes Beispiel aus der Praxis: Wie das bei uns bei GeoKraft mit Hansefit-Mitgliedern konkret ausgesehen hat – inklusive Zahlen, Angebot und den Einwänden, die dabei kamen – findest Du in der ausführlichen Case Study.